Geplante Obsoleszenz

Zwischen Konzert, Installation und Performance inszeniert das Trio Geplante Obsoleszenz Raum und Architektur, Idee und Historie von Orten, die im Alltag nicht oder begrenzt zugänglich sind.

Im Trio agieren miteinander Angelika Höger, Klang-Installationen und musikalisch geprägte Geräusch Kompositionen, Marcus Beuter Audiokünstler, elektroakustischer Komponist und Improviser und Peter Schwieger. Er baut elektroakustische Instrumente und improvisiert auf ihnen, genauso wie mit Readymades.

Die Grenzen der Kunstformen verschwimmen und lassen nur um so deutlicher die Orte der Aufführungen als Inspiration erscheinen. Die Eigenschwingungen jedes Gebäudes werden wahrnehmbar durch Verstärkung, Intervention und Interpretation. Dabei ist ein Gebäude weit mehr als ein schwingender Baukörper. Gebäude sind Orte von Geschichten, von Leben und Ideen, die Höger, Beuter und Schwieger anklingen lassen, aufgreifen, weiterspinnen und variieren.

Dabei nehmen die drei Akteure ihr Publikum im wahrsten Sinne des Wortes mit. Schließlich erforschen sie den Spielort in einer Art mobilen Konzert. Publikum und Aufführende bewegen sich zu Klängen durch Räume, wandeln über Flure, steigen in Treppenhäuser, finden Perspektiven und Ausblicke.

Geräusch und Klang verdichten sich zu poetischen, musikalischen Sequenzen um dann wieder die Grenzen des Hörbaren auszuloten.

Die Aufführende greifen bestehende Strukturen auf. Hierbei geht es zum einen darum, mit dem vorhandenen Mobiliar zu agieren. Außerdem werden Raumstrukturen vielfältig aufgegriffen. Das Erzeugen assoziierter Klänge entwickelt das Trio in der Vorbereitung vor Ort. Saiten können sich vertikal durch Aufgänge spannen, Treppenhäuser in Tischtennisball-Kaskaken verwandeln…

Dem Publikum bieten sich unerhörte, einmalige und unwiederholbare Hör- und Seherlebnisse von großer Dichte. Eine Erfahrung die sich der medialen Reproduktion widersetzt und die Aura des einzigartigen im Moment des Erlebens evoziert.

Spieldauer ca. 60 – 80 Minuten

Fotos, Videos und Informationen zu früheren Raumbespielungen unter:
Homepage

frühe Aufnahmen – audio

(mit einem Radiobeitrag von Christopher Kulling für Campus Radio Hertz 87,9)