Resonanz

RESONANZ
Klangperformance

In dem Projekt RESONANZ ging es bisher um Gebäude, die der Gesellschaft als Ganzes gehören und die öffentlichen Institutionen dienen. Wie klingen diese Bauten? Was geben sie dem künstlerischen Ansinnen her? Wie wurde die Architektur realisiert? Aus welcher Zeit stammt das Gebäude? Welche Geschichte steckt in ihm? Welche Arbeiten bzw. Aktivitäten werden heute hier verrichtet? Welche Menschen nutzen das Gebäude auf welche Weise? Welche Materialien wurden verbaut? Welche Einrichtungen finden wir vor? Was ist typisch und was ist einzigartig? Wo wird repräsentiert, wo der Müll entsorgt? Welche Stimmung ist zu spüren? Wie ist das Gebäude in seiner Nachbarschaft eingebunden? Gibt es ein Außengelände und wie ist dies gestaltet?

Die Gebäude werden zu einem akustischen Instrument und ihre Architektur gerät zur Partitur. Schon der Architekt Daniel Libeskind, der u.a. das Osnabrücker Felix-Nussbaumhaus kreierte, sagte: „In gewisser Weise sind Musik und Architektur tatsächlich ein- und dasselbe. Wenn man beginnt, Architektur wie eine Partitur zu lesen, dann sieht man plötzlich ganz neue Dinge.“
Das Trio Geplante Obsoleszenz mit Marcus Beuter, Angelika Höger und Peter Schwieger macht die Materialien der Gebäudes, seine vielseitigen Details hörbar: 
die Wände, Decken und Fußböden, die Geländer der Treppen und Emporen, die elektrischen Installationen. Diese explorierende Soundperformance kreuzt sich mit der interpretierenden Vertonung von spannenden architektonischen Perspektiven durch inszenierte musikalische Aktionen des Cellisten und Komponisten Willem Schulz, die nicht nur in der Horizontalen liegen, sondern sich teilweise von oben nach unten oder von unten nach oben richten. Das Wandelkonzert führt auf verschlungenen Wegen durch die Gebäude zwischen Innen und Außen, zwischen Unter- und Obergeschoss, zwischen Leere und Fülle. Selten kann die Komplexität eines Gebäudes so erlebt werden.

Bisher bespielt:
Kreishaus Osnabrück
Felix-Nussbaum-Haus
Der Laute Speicher
Die Wilde Rose