Author Archives: Marcus Beuter

Abseits des Stroms

Mit „Abseits des Stroms“ laden zwei Künstler zu individuellen Konzerten für jeweils einen einzelnen Gast ein. Ein Performanceformat, das Abstand wahrt und zugleich für unmittelbare Nähe und Kommunikation steht.

Marcus Beuter und Anna Bella Eschengerd gestalten in Resonanz mit dem jeweiligen Gast eine durch die beteiligten Menschen in diesem Augenblick an diesem Ort verkörperte Performance. Sie entwickeln so ein gemeinsames Erleben von künstlerischer Vergegenwärtigung. Stimm- und Geräuschimprovisation treffen auf: Sie.

Die Performances forcieren nicht die Konfrontation eines Gastes mit einem künstlerischen Werk. Die Künstler nehmen die Veränderungen im Raum auf, die sich durch die Anwesenheit des jeweiligen Gastes ergeben und setzen diese Wahrnehmung in musikalischen, sprachlich-lautlichen Ausdruck um.

Anna Bella Eschengerd – Stimme, Marcus Beuter – Laptop

Künstlerhaus Lydda, tba

selbstverständlich – mit leerstellen

Klanginstallation als Konzert.

Jüdisches Leben ist in Deutschland seit über 1700 Jahren selbstverständlich. Es gehört zum hiesigen Kulturkreis dazu und bereichert damit die Vielschichtigkeit der Gesellschaft. Es ist aber auch ebenso Teil der Geschichte, dass jüdisches Leben immer wieder unterdrückt wurde, dass es Gewalt gegen jüdische Gemeinden und Mitbürger gab bis hin zu dem Versuch das jüdische Leben in ganz Europa zu vernichten. Die Shoa hat Leerstellen hinterlassen. Leerstellen, die weit über den unfassbaren Verlust jedes einzelnen Menschen hinausgehen. Leerstellen in unserer Kultur, in unserer Gesellschaft.

Samstag, 6.11., 20.30 Uhr, Synagoge Beit Tikwa, Bielefeld

Konzert im Theater – Cooperativa Ensemble

Sonntag, 31.10.21, 18 Uhr, TOR 6 Theaterhaus

Edith Murasova – Mezzosopran, Heidemarie Bhatti-Küppers – Texte, Djamilija Keberlinskaja-Wehmeyer – Flügel, Stefan Kallmer – Klarinetten, Reinhold Westerheide – Gitarre, Angelika Höger – Klangobjekte, Marcus Beuter – Fieldrecordings, Peter Schwieger – Electronics, Willem Schulz – Cello

Werke von Kurtag, Cage, Lisken, Höger, Westerheide, Bloch, Beuter, Ball sowie eine Ensemble-Improvisation im Dunkeln, eine RAUM-Improvisation und eine Performance mit mobilen Lautsprechern.

Gefördert durch das Kulturamt Bielefeld und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Spährische Geometrie

Die Klanginstallation Spährische Geometrie in der Bonnuskirche in Osnabrück nimmt Bezug auf den von Architekt Otto Andersen stark geometrisch gestalten Kirchraum. Dazu nimmt sie die Formsprache

des Raumes auf und gibt ihm Klang und neue Gestalt. Durch die bewusste Veränderung kann der altvertraute Raum anders wahrgenommen und gedeutet werden.

Die ungewöhnliche Architektur ist Ausgangspunkt für eine visuelle und klangliche Intervention von Angelika Höger. Von strategischen Punkten gespannte Saiten spielen mit der Perspektive des Raums. Sie laden dazu ein, sich im Raum zu bewegen und Blickachsen und Fluchtpunkte neu zu sehen. In einer weiteren Installation bilden Objekte den Lichteinfall durch die oberen Fenster ab. Diese Objekte werden in Bewegung gesetzt und tasten hörbar den Kirchenfussboden ab.

Peter Schwieger setzt sich in seinen zwei Arbeiten mit der Beziehung von Licht und Klang auseinander. Einmal visualisiert er Klänge mittels einer Lichtorgel. Im Alltagsbetrieb sind es die rückübersetzten Klänge eines elektrischen Teelichtes, bei Andachten ist es die Sprache, die durch das Mikrofon am Altar übermittelt wird.

In seiner zweiten Arbeit wird der Lichteinfall durch eines der Kirchenfenster in Klänge transformiert.

Marcus Beuter hat sich in seinen Arbeiten auf die Kapelle der Stille konzentriert. Dort ist ein sich stetig verändernder Klang hörbar, der auf Aufnahmen vor Ort besteht. Zudem gibt es kleine Klangboxen auf dem Taufbecken, die per Hand ausgelöst werden. Unterschiedliche Klänge mischen sich so individuell in den Raumklang hinein.

03.10. – 7.11.

Abseits des Stroms

Mit „Abseits des Stroms“ laden zwei Künstler zu individuellen Konzerten für jeweils einen einzelnen Gast ein.

Marcus Beuter und Anna Bella Eschengerd gestalten in Resonanz mit dem jeweiligen Gast eine durch die beteiligten Menschen in diesem Augenblick an diesem Ort verkörperte Performance. Sie entwickeln so ein gemeinsames Erleben von künstlerischer Vergegenwärtigung.

Stimm- und Geräuschimprovisation treffen auf: Sie.

Die Künstler nehmen die Veränderungen im Raum auf, die sich durch die Anwesenheit des jeweiligen Gastes ergeben und setzen diese Wahrnehmung in musikalischen, sprachlich-lautlichen Ausdruck um.

Ein Phänomen, das aus der systemischen Aufstellungsarbeit bekannt ist, die sogenannte „Stellvertreterwahrnehmung“ wird hier zur Grundlage eines auf Resonanzphänomenen beruhenden künstlerischen Prozess‘.

Anna Bella Eschengerd – Stimme
Marcus Beuter – Laptop

Samstag, 9.10., 13 bis 18 Uhr Kulturhaus Ostblock

Jour fixe: selbstverständlich – mit leerstellen

selbstverständlich – mit leerstellen ist eine Klanginstallation von Marcus Beuter für den öffentlichen Raum.

Jüdisches Leben ist in Deutschland seit über 1700 Jahren selbstverständlich. Es gehört zum hiesigen Kulturkreis dazu und bereichert damit die Vielschichtigkeit der Gesellschaft.

Es ist aber auch ebenso Teil der Geschichte, dass jüdisches Leben immer wieder unterdrückt wurde, dass es Gewalt gegen jüdische Gemeinden und Mitbürger gab bis hin zu dem Versuch das jüdische Leben in ganz Europa zu vernichten. Der Holocaust hat Leerstellen hinterlassen. Leerstellen, die weit über den unfassbaren Verlust jedes einzelnen Menschen hinausgehen. Leerstellen in unserer Kultur, in unserer Gesellschaft.

Die Komposition selbstverständlich – mit leerstellen basiert auf Interviews mit Mitgliedern und dem Kantor der jüdischen Gemeinde Bielefeld, sowie der Rabbinerin der jüdischen Gemeinden Unna, Köln und Oberhausen.

Zusätzlich enthält sie liturgische Gesänge und Aufnahmen des Shofar. Und letztlich noch Störgeräusche, die alle auf Aufnahmen in der Synagoge Bielefeld basieren.

Die Klanginstallation besteht in zwei Versionen. Für Innenräume wurde eine 4-Kanal-Komposition erschaffen. Das Publikum wird von den Klängen umfangen und die räumliche Verortung schafft eine stärkere Verbindung zu dem Raum, in dem die Installation zu hören ist.

Für die Außeninstallation entstand eine Stereoversion mit Pausen, so dass sie mehr wie eine Intervention wirkt.

Das Projekt wurde zum jüdischen Festjahr 2021 umgesetzt. Es entstand in enger Kooperation mit den Jüdischen Kultusgemeinden Bielefeld und Unna.

Die 4-Kanal-Installation war im Mai in der Synagoge Bielefeld und im August in der Synagoge Unna zu hören.

Im Juni war die Außeninstallation am Jahnplatz in Bielefeld gerichtet auf das ehemalige jüdische Textilkaufhaus zu hören und im September vor dem St. Bonifatius Heim, dem ehemaligen jüdischen Altenheim für Westfalen.

Ebenfalls im September wurde die Installation in der Petrikirche Versmold realisiert.

Im Jour fixe der Cooperativa Neue Musik wird die Klanginstallation vorgestellt und die Erfahrungen der Realisation werden erläutert.

Montag, 4.10., 20 Uhr, Capella hospitalis, Teutoburger Str. 50

diagonal

Organisation: Marcus Beuter

Freitag, 24.09.21 und Samstag 25.09.21

Freitag

I. 20 Uhr Ouverture Rudolf-Oetker-Halle

II. 24 Uhr Nachtkonzert Rudolf-Oetker-Halle

Samstag

III. 06 Uhr Morgendämmerung Teutoburger Wald, Parkplatz Zweischlingen, Osnabrücker Str. 200, 33649 Bielefeld

V. 17 Uhr Schräger Marsch Bürgerpark + Stadtbahn-Haltestelle Rudolf-Oetker-Halle

VI. 19 Uhr Gala Rudolf-Oetker-Halle

VII. 22 Uhr Finale Rudolf-Oetker-Halle

selbstverständlich – mit leerstellen

Klanginstallation für den öffentlichen Raum.

Jüdisches Leben ist in Deutschland seit über 1700 Jahren selbstverständlich. Es gehört zum hiesigen Kulturkreis dazu und bereichert damit die Vielschichtigkeit der Gesellschaft. Es ist aber auch ebenso Teil der Geschichte, dass jüdisches Leben immer wieder unterdrückt wurde, dass es Gewalt gegen jüdische Gemeinden und Mitbürger gab bis hin zu dem Versuch das jüdische Leben in ganz Europa zu vernichten. Die Shoa hat Leerstellen hinterlassen. Leerstellen, die weit über den unfassbaren Verlust jedes einzelnen Menschen hinausgehen. Leerstellen in unserer Kultur, in unserer Gesellschaft.
Vom 5.9. bis 19.9. vor dem St. Bonifatius Heim, Unna. Täglich 9 bis 18 Uhr.
In Kooperation mit: