2. Elektronische Nacht

Als eigenes Genre bewegt elektronisch erzeugte bzw. bearbeitete Musik sich frei zwischen vielen Sparten wie der Neuen Musik, Jazz, Pop, Ambient, Experimental. Was liegt da näher, als dieser Gattung nebst ihrer umtriebigen Bielefelder Szene im Bunker eine Plattform zu bieten? In mehreren Sets wird einem auswärtigen Gast ein lokaler Künstler gegenüber – und zuletzt an die Seite gestellt.

Nach einem fulminanten Auftakt mit Achim Zepezauer und Stan Pete geht die elektronische Nacht im Bunker Ulmenwall nun in die zweite Runde. Mit der Italienerin Marta Zapparoli und dem hier heimischen Marcus Beuter treffen zwei Künstler aufeiander, die beide mit Umweltgeräuschen arbeiten.

Marta Zapparoli spielt sie mit Bandmaschinen und Cassetten, Marcus Beuter greift auf sein Live-Set am Laptop zurück. In ihrem Solo präsentiert Marta Zapparoli ihre Komposition Sonata Per Eterna von 2018. Es handelt sich um eine Textkomposition, die die Bedeutung einiger Wortkombinationen mit ausgewählten Radiowellen und mit Signalen natürlicher Radiophänomene , die sie in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern aufgenommen hat, verbindet. Das Stück wird in Echtzeit gespielt.

Marcus Beuter wird sich in seinem Solo mit dem besonderem Raum des Bunker Ulmenwalls mit einer Bühne in der Mitte auseinander setzen und seine Improvisation als 4-Kanal-Konzert spielen. Jede/r Besucher*in wird dadurch ein ganz eigenes Hörbild erhalten. An keinem Platz wird es gleich klingen. Schließlich spielen Marta Zapparoli und Marcus Beuter ein gemeinsames Set. Ihre unterschiedlichen Aufnahme- und Spieltechniken sowie ihr durchaus unterschiedlicher Fundus an Klängen versprechen einen spannenden und selten stattfindenden Impro-Jam aus dem Bereich des field recordings. Mit weiten Flächen, abstrakten Klängen und spontanen elektronischen Bearbeitungen.

Freitag, 24.5., 20.30 Uhr, Bunker Ulmenwall